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Der Klimawandel

5. Technologische Antworten

Die EU finanziert Forschung und Entwicklung im Hinblick auf die Lösung des Klimawandels (R&D) seit den 80er Jahren. Die Europäische Union konnte realistische politische Ziele aus den Forschungsergebnissen herausschälen. Hauptinstrument der EUR für die F&E-Finanzierung ist das Mehrjahresrahmenprogramm. Es versammelt Wissenschaftler aus allen EU-Mitgliedsländern und steht auch Ländern außerhalb der EU offen.

Die EU-Mittel für klimarelevante Forschung wurden bemerkenswert aufgestockt: auf 9 Mrd EUR im Siebten Rahmenprogramm (FP7) für die Jahre 2007 bis 2013. FP7 ist auf einem Gesamtbudget von 51,5 Mrd. EUR aufgebaut.

Zusätzliche Geldmittel stammen aus anderen Tätigkeiten und spezifischen Programmen. Das Gemeinsame Forschungszentrum der Europäischen Kommission wird z.B. verstärkt Klimawandelstrategien in der EU unterstützen, während das mit 3,6 Mrd. EUR dotierte Wettbewerbsfähigkeits- und Innovationsrahmenprogramm für die Jahre 2007 bis 2013 sich die Forderung der Innovation in der Industrie zum Ziel gesetzt hat.

Die EU-Förderung der Forschung ergab ein besseres Verständnis des Klimawandels und realistische Möglichkeiten, die Folgen des Klimawandels abzuschwächen. Die Forschung und die wirtschaftliche Analyse ermöglicht der EU die Feststellung der kostengünstigsten Klimafolgenmilderungsmaßnahmen. Die Senkung der Kosten der Bekämpfung der Folgen des Klimawechsels ist ein weltweites Anliegen. Die sich auf die technologische Entwicklung konzentrierte Forschung spielt bei der Vorbereitung der kohlenstoffarmen Gesellschaft der Zukunft durch die Verbesserung bestehender klimafreundlicher Technologien und durch die Entwicklung künftiger Technologien in diesem Bereich eine herausragende Rolle.

Das Emissionshandelssystem in der EU motiviert zur Anwendung umweltfreundlicher Technologien, indem es Unternehmen, die in „grüne Technologien“ investieren und ihre Investitionen in rasche Gewinne umwandeln – „market pull“ – entsprechend belohnt. Zum Erreichen der CO2-Reduzierungsziele sind neue, revolutionäre Technologien und die Finanzierung deren Entwicklung auch erforderlich – „technology push“. Auf diesem Gebiet ist die USA sehr stark. Wenn man von dem Kontext der Schwellenländer wie China und Indien, wo die Emissionen sprunghaft zunehmen, ausgeht, ist der Transfer von Ökotechnologien nicht alleine ein ökologisches Vorhaben, sondern auch eine gute Geschäftsgelegenheit für Betriebe aus der Europäischen Union.

Emissionsreduzierung erfordert technologische Forschritte in zumindest folgenden Bereichen:

  • stärkere Nutzung erneuerbarer Energie (Wind, Sonne, Biomasse), Kraft-Wärme-Kopplungskraftwerke
  • Steigerung der Energieeffizienz in z.B. Gebäuden, der Industrie, bei Haushaltsgeräten
  • alternative Kraftstoffe, Wasserstoff
  • umweltfreundlichere Kraftfahrzeuge
  • Verschmutzungsbekämpfungsmaßnahmen in der Produktion
  • Maßnahmen zur Reduzierung von Landdeponieemissionen
  • Anpassung der Technologien, z.B. in der Infrastruktur, sowie Frühwarn- und Überwachungssysteme
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