Wasser
5. Globale Perspektive
Rund 1,2 Milliarden Menschen auf der ganzen Welt haben keinen Zugang zu sauberem Wasser, und sogar mehr als 2,6 Milliarden verfügen über keine sanitäre Einrichtungen. Transparency International hat ausgerechnet, dass diese Zahlen bis 2025 dramatisch ansteigen dürften, da dann rund 3 Milliarden Menschen in Ländern mit Wasserproblemen leben werden.
Auf dem Gebiet der Wasser-Entwicklungshilfe sind die EU-Mitgliedsstaaten unter den wichtigsten Geldgebern. Sie können auf umfangreiche Erfahrungen in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit und in der Wasserwirtschaft zurückgreifen. Vor diesem Hintergrund hat die EU auf dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung 2002 in Johannesburg ihre Europäische Wasserinitiative (EUWI) gestartet. Zweck der EUWI ist es, das Millennium-Entwicklungsziel der Vereinten Nationen zu erreichen, das bis 2015 die Halbierung der Anzahl von Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen sowie die Verbesserung der Wasserwirtschaft vorsieht.
Schwerpunkte der EUWI sind:
- die Stärkung des politischen Handlungswillens,
- die Förderung verbesserter Wasserwirtschaft durch Kompetenzaufbau und verbessertes Bewusstsein,
- die Verbesserung der Effizienz und Effektivität der Wasserwirtschaft durch Absprachen und Koordination zwischen allen beteiligten Parteien,
- die verbesserte Koordination auf Basis des Modells der Flusseinzugsgebiete, und
- die Erschließung zusätzlicher finanzieller Mittel und Mechanismen nachhaltiger Finanzierung. Ihre direkten Maßnahmen umfassen
- die Erstellung eines Überblicks über die Situation in den verschiedenen Regionen und Ländern sowie die Analyse größerer Versorgungslücken, einschließlich des damit zusammenhängenden administrativen und finanziellen Bedarfs und des notwendigen Wissenstransfers,
- die Aufstellung eines abgestimmten Aktionsplans mit einer langfristigen finanziellen Strategie und konkreten Fristen und Zielen bis 2015,
- die Einrichtung eines Überwachungs- und Berichtsmechanismus’ zur Messung des Fortschritts und zur Steuerung der nachfolgenden Maßnahmen, und
- die Vorbereitung eines Arbeitsprogramms für die nachfolgenden Jahre mit klaren Zielen und Verantwortlichkeiten.
Der EUWI-Jahresbericht 2008 fordert stärkeres Engagement der EU-Mitgliedsstaaten bei der EUWI und die Bereitstellung der notwendigen finanziellen Mittel und Arbeitskräfte für die Umsetzung und Nachbereitung der Initiative. Außerdem sollen Synergieeffekte zwischen der EUWI und anderen laufenden, von der Kommission und den Mitgliedsstaaten finanzierten bilateralen und regionalen Programmen genutzt werden.
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Chapters
- 1. Gesetzgebung
- 2. Wasserqualität
- 3. Wassermenge
- 4. Maritime Umwelt
- 5. Globale Perspektive
- 6. Key policy makers and contacts