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Wachstum und Beschäftigung

6. Umweltfreundlichere Wirtschaft

Die EU hat erkannt, dass der Klimawandel eine der größten Bedrohungen für den Planeten Erde darstellt. Mit einer Wahrscheinlichkeit von über 50 Prozent wird die globale Temperatur in diesem Jahrhundert um mehr als fünf Grad Celsius ansteigen. Doch den aktuellen energie- und verkehrspolitischen Projektionen zufolge dürften die Emissionen der EU bis 2030 um rund fünf Prozent steigen, statt zu sinken. Wenn sich die derzeitigen Trends linear weiterentwickeln, dürfte sich die Abhängigkeit der Union von Import-Energie von heute 50 Prozent bis 2030 auf 65 Prozent erhöhen. Außerdem funktioniert der Energie-Binnenmarkt noch nicht gut genug. Aus diesem Grund profitieren die Bürger und die Unternehmen der EU noch nicht im nötigen Umfang von der Liberalisierung des Energiesektors.

Der Europäische Rat im Frühjahr 2007 hat sich auf einige ehrgeizige, aber realistische Ziele verständigt, um dem Klimawandel Einhalt zu gebieten und dessen schlimmste Auswirkungen zu bekämpfen: Bis 2020 soll die EU ihren Ausstoß von Treibhausgasen gegenüber dem Jahr 1990 um 20 Prozent verringern und einen Anteil von 20 Prozent erneuerbarer Energien am gesamten Energiemix erreichen.

Die Entwicklung umweltfreundlicher Technologien und die bessere Berücksichtigung ökologischer Faktoren bei öffentlichen Aufträgen sollen auf mittlere Sicht zu nachhaltigem Wirtschaftswachstum beitragen. Europa soll dabei eine Führungsrolle in der Welt übernehmen, die andere Länder früher oder später veranlasst, dem Beispiel der EU zu folgen.

Jeder EU-Bürger soll darüber informiert werden, wie er auf umweltfreundlichere Art und Weise leben, arbeiten, sich ernähren und reisen kann. Auch dieses Ziel steht hoch auf der Prioritätenliste. Eine Initiative zur Verbesserung des öffentlichen Bewusstseins für das Thema ist die Website Wie kannst du den Klimawandel kontrollieren?, die viele Tipps und Informationen rund um die Möglichkeiten jedes Einzelnen zum umweltfreundlichen Verhalten enthält.

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