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Landwirtschaft – Fischerei - Nahrungsmittel

3. Nahrungsmittelsicherheit

Themen:

  • Sicherung der Nahrungskette ( Rückverfolgbarkeit)
  • Einsatz von Pestiziden
  • Debatte über GVO
  • Arzneimittel aus Pflanzen
  • Ist die Etikettierung ausreichend?
  • Fettleibigkeit, besonders bei Kindern

Die Nahrungspolitik umfasst ein weites Feld von Themen: Nahrungsmittelsicherheit und – qualität, Umwelt, Landwirtschaft und Fischerei, Verbraucherbewusstsein, Forschung und Entwicklung einschließlich genetisch veränderter Organismen (GVO), rechtliche und wirtschaftliche Aspekte wie Verpackung und Preise. Die Nahrungsmittelpolitik ist deswegen nicht auf eine einzige Abteilung in der Europäischen Kommission beschränkt.

Die Union ist sich der Tatsache bewusst, dass die Öffentlichkeit die Probleme der Nahrungsmittelsicherheit genau verfolgt, nachdem der Vergangenheit eine Reihe von Nahrungsmittelskandalen Ängste verbreitet haben. (So der Rinderwahn, die Maul- und Klauenseuche, die zunächst in Großbritannien auftrat, die Vogelgrippe und Verunreinigungen von Nahrungsmitteln durch Dioxin.)

Die Gesetzgebung wurde bis 2002 vollständig überarbeitet. Dabei wurde besonderer Wert auf Futtermittel gelegt, denn Verunreinigungen in Futtermitteln waren die Ursache für alle größeren Nahrungsmittelskandale in den letzten Jahren. 2005 wurde den Unternehmen auferlegt, die Verarbeitung so zu dokumentieren, dass die Herkunft jedes Nahrungsmittels bis zum Ursprung zurückverfolgt werden kann. Ein Jahr später wurden die Hygienevorschriften modernisiert. Die EU hat außerdem eine Reihe von Vorschriften beschlossen, die die Nahrungsmittelsicherheit verbessern sollen. Zum Beispiel gibt es neue Regeln über den Einsatz von Pestiziden, Zusatzstoffen, Farbstoffen und Hormonen in Nahrungsmitteln. Strenge Vorschriften wurden auch für Materialien wie zum Beispiel Verpackungen erlassen, die in Kontakt mit Nahrungsmitteln gelangen. Es gibt auch strenge Verfahren für die Freisetzung, Vermarktung, Etikettierung und Rückverfolgbarkeit von Produkten, die genveränderte Organismen enthalten.

Die Union hat eine Reihe von Maßnahmen beschlossen, um Krankheiten und Verunreinigungen aus der Nahrungskette fernzuhalten. Der Grundgedanke dabei ist, die gesamte Nahrungsmittelkette einzubeziehen, von der Herstellung von Saatgut über den Anbau, die Verarbeitung von Nahrungsmitteln, die Lagerung, den Transport bis hin zum Endverkauf. Diese Politik ruht auf drei Säulen: Einer Gesetzgebung für sichere Nahrungs- und Futtermittel, qualifizierte wissenschaftliche Beratung und konsequente Umsetzung der Bestimmungen.

Die Europäische Nahrungsmittelagentur (EFSA) in Parma, Italien, führt eine unabhängige, öffentliche wissenschaftliche Bewertung existierender und sich abzeichnender Risiken im Nahrungsmittelsektor durch. So bat die EU-Kommission die Agentur zum Beispiel im Frühjahr 2007 um ein Gutachten über die Konsequenzen, die das Klonen von Tieren für die Nahrungsmittelsicherheit haben kann. Die Agentur ist auch an der Gesetzgebung beteiligt und berät die politischen Entscheidungsträger, wenn sie mit einer Nahrungsmittelkrise umgehen müssen.

Um rasch auf solche Krisen reagieren zu können, gibt es ein europäisches Frühwarnsystem. Jede Regierung in der EU hat ein solches System für den Fall, dass von Nahrungs- oder Futtermitteln ein Gesundheitsrisiko für die Verbraucher ausgeht. Sie alarmiert dann die Kommission, die diese Informationen ihrerseits an die anderen EU-Staaten weitergibt. In den letzten Jahren wurde dieses System zum Beispiel immer dann benutzt, wenn ungenehmigte Sorten von Genmais in einem Mitgliedsland entdeckt wurden.

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