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Weltraum Politik

5. Satellitenkommunikation

  • Flugverkehrsmanagement über Satellit
  • Schnellere Katastrophenhilfe
  • Breitband-Internetzugang in Hochgeschwindigkeitszügen

Das Telekommunikationsprogramm der ESA läuft bereits seit 1975. Es spielt eine wichtige Rolle bei der Sicherung der Wettbewerbsposition der europäischen Industrie, Netzbetreiber und Dienstleister. Die Investitionen der ESA in die Entwicklung neuer Satellitensysteme und -technologien sind dabei entscheidend für die Entwicklung zukünftiger Dienste wie den folgenden:

  • Flugverkehrsmanagement über Satellit Piloten und Fluglotsen sollen davon profitieren, dass sowohl der Datenverkehr als auch die Kommunikation im zukünftigen gemeinsamen europäischen Luftraum über Satelliten und terrestrische Anlagen erfolgen kann. Dieses Ziel verfolgt das Iris-Programm der ESA. Der "operative" Bestandteil von Iris ist das Programm Single European Sky Air Traffic Management Research (SESAR), in dem ein neues Konzept für die Reform der Luftverkehrssteuerung in Europa entwickelt wird. Die Definitionsphase zur Entwicklung eines SESAR-Masterplans wird von der Europäischen Union im Rahmen des Programms Trans-European Network – Transport (TEN-T) gemeinsam mit EUROCONTROL finanziert. Das Gesamtbudget beläuft sich auf 60 Mio. €.

  • Schnellere Katastrophenhilfe Extreme Naturphänomene wie Tsunamis, Erdbeben und Wirbelstürme kommen immer häufiger in den Nachrichten vor. Das gleiche gilt für die schnelle Ausbreitung neuartiger Krankheiten wie SARS und Vogelgrippe. Durch die frühzeitigere Identifikation und Kartierung solcher Bedrohungen kann das von der ESA unterstützte Health Early Warning System (HEWS) die Informationslage für Rettungs-und Hilfsteams verbessern und staatliche Organisationen besser miteinander koordinieren.

  • Breitband-Internetzugang in Hochgeschwindigkeitszügen Die ESA fördert die Frühphase des Projektes Breitband im Zug, dank dessen die Eisenbahngesellschaft Thalys ihren internationalen Reisenden zwischen Paris, Brüssel, Amsterdam und Köln ständigen Internetzugang auch bei Geschwindigkeiten um 300 km/h anbieten kann. Die Technologie kombiniert satelliten- und mobilfunkgestützte Datenübertragungsverfahren mit Drahtlosnetzwerken ähnlich den WiFi-Hotspots.

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